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items GmbH>Digitalisierung>MünsterHack 2017

Durch Hacking und Data Science zu neuen Produktlösungen

Münsterhack: Mittels alternativen Herangehensweisen zum Prototypen in 36 h

Vom Lieferanten zum Dienstleister der eigenen Stadt, ein Ziel, das viele Stadtwerke aufgrund des zunehmenden Wettbewerbs anpeilen müssen. Dabei steht oft die zentrale Frage im Fokus: Womit kann ein Stadtwerk auch in Zukunft Mehrwerte bieten und daraus zusätzliche Produkte entwickeln. Wer sind die dafür notwendigen Ansprechpartner und welches Wissen ist im Rahmen der Entwicklung erforderlich?

Neue Ideen und Produkte erfordern in diesem Zusammenhang eine neue, agile Vorgehensweise. Statt kostenintensive Ideen-Workshops zu veranstalten, an deren Ende kein vorzeigbarer Prototyp steht, bieten alternative Vorgehensweisen, wie beispielsweise ein Hackathon, die Möglichkeit, schnell zu neuen Produktideen zu kommen. So ein Hackathon wurde im November von der items GmbH und dem Digital Hub MünsterLAND in Kooperation mit der Stadt und den Stadtwerken Münster unter dem Namen Münsterhack durchgeführt.

Bei einem Hackathon treffen sich Menschen aus der Technologieszene wie auch kreative Menschen mit Ideen, um in einem begrenzten Zeitraum neue Lösungsansätze in einem prototypischen Ansatz zu entwickeln. Als Basis hierfür dienen oft zur Verfügung gestellte Daten, auf dessen Grundlage verschiedene Teams ihre Ideen entwickeln können. Mentoren mit unterschiedlichen Schwerpunkten stehen den einzelnen Teams dabei unterstützend zur Seite. Der Münsterhack stand unter dem Thema: Wie können wir die Stadt Münster durch Digitalisierung lebenswerter gestalten?

Besonders bemerkenswert im Rahmen der zwei-Tages-Challenge war, dass fast alle Ideen, die in den 36 Stunden entwickelt wurden, in Form von Live-Demos präsentiert wurden. Die gezeigten Prototypen hatten dabei oft eine so hohe Qualität, dass eine Marktreife mit überschaubarem Aufwand erreicht werden kann. Teilweise wurden die Pitches, also die Präsentation der Prototypen, auf produktiven Seiten und Systemen durchgeführt. Kein Wunder, dass bereits jetzt u. a. die Stadt oder die Stadtwerke Münster an einzelnen Ideen Interesse gezeigt haben. Dabei zeigt der Münsterhack, dass zur Entwicklung neuer Produkte nicht immer eine lange Planung erforderlich ist. Bereits kleine Zeiträume und ein agiles, interaktives Vorgehen, kombiniert mit den richtigen Skills reichen aus, um zu einem vorzeigbaren Produkt zu kommen. Auch die ca. 200 Teilnehmer der Abendveranstaltung konnten sich davon überzeugen und waren von den Ideen begeistert.

Das Gewinnerteam entwickelte auf Basis der Daten der Stadt sowie der Stadtwerke Münster eine Virtual-Reality-Lösung der bekannten Fahrgast-Informations-Säulen für den ÖPNV, welche mit einem Verspätungsprognosetool verknüpft ist. Gleiches gilt für eine entwickelte Plattformlösung für Leezen (Fahrräder) in Münster, bei dem sich Teilnehmer untereinander Fahrräder zur Verfügung stellen können (www.leihleeze.de). Das Prinzip ist ähnlich dem der Airbnb-Plattform für Wohnungen. Ebenso wurde ein Data-Science-Dashboard erstellt, welches auf Basis der zur Verfügung gestellten Daten der Stadtwerke Prognosen über die Auslastung des ÖPNV geben soll und auf dessen Basis die Planung des ÖPNV mit Vorhersagen zu den Fahrgastzahlen und Verhalten optimiert werden kann. Doch das ist nur ein kleiner Ausschnitt der gezeigten Ideen, weitere waren:

 

  • Eine offene Event-App für Münster, bei der sich der User über die aktuellen Veranstaltungen informieren kann. Personalisierte Vorschläge gehören ebenfalls dazu. Dabei stand im Fokus, dass kein Account notwendig ist und keine personenbezogenen Daten gespeichert werden.
  • Eine Sprachapp für Masematte und Plattdeutsch, welche die kulturelle und sprachliche Vielfalt für kommende Generationen bewahren und beim Lernen unterstützen soll.
  • Ein Familien-Dashboard, welches die Bewohner der Stadt Münster über anstehende Neuigkeiten in ihrem Viertel wie z. B. Veranstaltungen, Baustellen, News informieren soll (www.mein-ms.de).
  • Das digitale Bücherregal, welches kleine Buchläden bei der Präsentation ihrer Warenbestände unterstützen soll, damit diese sich gegen größere Konkurrenten wie Amazon behaupten können.
  • Make Münster Lebenswert Again, untersuchte auf Basis von Daten, ob Münster den Titel lebenswerteste Stadt Deutschlands aus dem Jahr 2004 noch verdient und macht diese für jeden zugänglich.
  • MyStudy entwickelte ein Framework, welches in Zukunft dazu dienen soll, das schwarze Brett (100% analog) der Fachschaft Informatik zu digitalisieren, um Informationen in Zukunft transparenter zur Verfügung zu stellen

Die Bewertung der einzelnen Ideen wurde auf Basis unterschiedlicher Kennzahlen wie z. B. dem Innovationsgrad, der Nachhaltigkeit der Lösung oder dem Nutzen für den Standort Münster durchgeführt. Die Jury setzte sich aus Persönlichkeiten der Veranstaltungspartner und Hauptsponsoren zusammen: Mirko Czesla (Viadee), Dr. Thomas Haiber (Stadtwerke Münster), Ludger Hemker (items GmbH) und Stefan Schoenfelder (citeq).
Aufgrund der positiven Resonanz aller Beteiligten planen die items GmbH sowie der Digital Hub MünsterLAND, das Event im nächsten Jahr zu wiederholen und sogar auf andere Städte auszuweiten. Bereits jetzt haben andere Stadtwerke ihr Interesse signalisiert, ein ähnliches Event zur Entwicklung neuer Produktlösungen durchzuführen.

Weitere Informationen unter: www.muensterhack.de und bei Twitter #MSHACK17